Im Nordwesten Brandenburgs liegt zwischen den Kleinstädten Wittstock und Pritzwalk das Kloster Stift zum Heiligengrabe. Das 1287 gegründete Zisterzienserinnenkloster ist heute ein lebendiger Ort mit einer interessanten Geschichte. Die einzige im Land Brandenburg vollständig erhalten gebliebene Klosteranlage präsentiert sich als ein atmosphärisch dichter Ort mit seinem restaurierten denkmalgeschützten Gebäudeensemble inmitten gepflegter Gärten. In der Prignitz gehört das Kloster Stift zu den touristischen Highlights. Konzerte, Klostermärkte und weitere Veranstaltungen ziehen Menschen an, die häufig aus Berlin und von weiter her nach Heiligengrabe kommen.
Das geschichtsträchtige alte Kloster, seit der Reformation ein evangelisches Damenstift, ist ein Ort des geistlichen Lebens bis heute. Unter der Leitung einer Äbtissin ist ein Frauenkonvent in Heiligengrabe beheimatet, der das geistliche Leben prägt.
Regelmäßige Gottesdienste sowie das tägliche Mittagsgebet, das Morgengebet am Montag und das Abendgebet am Freitag stehen allen Gästen und Anwohnenden offen. Zugleich ist das Kloster Stift ein Wirtschaftsbetrieb, der sich aus den Erträgen von Forst und Land finanziert.
Mit der Pflege der historischen Bausubstanz und der Präsentation der Klostergeschichte in den regelmäßigen Gästeführungen ist die Vergangenheit in der täglichen Arbeit sehr präsent. Zugleich stellen sich Aufgaben für die Zukunft. Ausbau und Sanierung von Gebäuden sind mit der Frage nach der Nutzung verbunden. Welche Arbeitszweige sind weiter auszubauen und welche Flächen werden dafür gebraucht? Mit welchen Kooperationspartnern können Projekte umgesetzt und Finanzierungen ermöglicht werden? Wie gelingt es, Frauen für den Konvent und ein Engagement in Heiligengrabe zu gewinnen? Welchen Beitrag kann das Kloster Stift in gesellschaftlichen Debatten und für die kirchliche Arbeit der Region zukünftig leisten?